Halle

Irreversible Entanglements

Free Jazz und Spoken Word-Poesie, Power und Dringlichkeit: Dieses Kollektiv aus Brooklyn macht uns bewusst, dass der Kampf der black communities gegen Rassismus und Unterdrückung in der USA des 21. Jahrhunderts nichts an Relevanz eingebüsst hat. Die Kritik an den sozio-politischen Zuständen wird zur Essenz der Musik, und die Musik ist ein waberndes Geflecht aus Basspulsen, hymnischen Melodien und treibenden Grooves. In eindringlichen Flows und ungeschminkten Wort-Attacken thematisiert die Poetin, Musikerin und Aktivistin Camae Ayewa – auch bekannt als Moor Mother – die Traumatas der schwarzen Bevölkerung, die Polizeigewalt, die Ungerechtigkeit, das Ringen um die schwarze Identität. Entstanden ist die Band 2015 bei der Aktion „Musicians Against Police Brutality“ in Brooklyn. Ihr Debutalbum sorgte für Aufsehen. „One of the most powerful and relevant works of art you’ll encounter this year“, hielt The Quietus fest. Das Quintett mit der kämpferischen Poetin verkörpert den Spirit von Black Power, wie er in den 1960er Jahren als Fire Music (Archie Shepp, New York Art Quartet, LeRoi Jones/Amira Baraka) aufloderte und sich inzwischen in der zeitgenössischen Black Music mit vibrierender Energie wieder neu manifestiert.

Irreversible Entanglements online

Camea Ayewa
Keir Neuringer
Aquiles Navarro
Luke Stewart
Tcheser Holmes
voc
sax
tp
b
dr

 

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